Tierschutzorganisationen!!!!

Es gibt solche und solche Tierschutzorganisationen. Vor Kurzem habe ich durch eine Kundin mal wieder indirekt Bekanntschaft mit einer Tierschutzorganisation der anderen Art gemacht.

Meine Kundin hat, nachdem sie ihre alte Hündin einschläfern lassen musste, sich dazu entschlossen einem etwas älteren Hund aus Sardinien ein neues zu Hause zu schenken. Maura war ein toller Hund! Unwahrscheinlich lieb, geduldig mit den Enkelkindern und baute auch sofort eine starke Bindung zu meine Kundin auf. Sie war erst seit ein paar Wochen in Deutschland, auf einer Pflegestelle, bevor meine Kundin sie übernahm.

Von der Tierschutzorganisation bekam sie mit auf den Weg, dass sie den Hund nach ca. 6 Monaten beim Tierarzt auf Mittelmeerkrankheiten testen lassen soll!

Maura war etwas dick. Sonst machte sie einen gesunden Eindruck.

Meine Kundin schloss die kleine Hündin schnell in ihr Herz und war auch sehr glücklich mit ihr.

Nach ungefähr 6 Wochen blutete Maura stark aus der Nase. Meine Kundin fuhr mit dem Hund sofort zum Tierarzt, der den Hund untersuchte und sie dann weiter verwies an die Tierklinik. Hier wurde der Hund dann stationär aufgenommen.

Diagnose: Leishmaniose und Herzwürmer!!!!

Leishmaniose, rechtzeitig erkannt, hat eine gute Prognose und ist mit der richtigen Diät und Medikation gut behandelbar. Die Hunde haben eine annähernd normale Lebenserwartung.

Bei Herzwürmern sieht das schon wieder anders aus. Diese Würmer werden, wie die Leishmaniose durch Stechmücken übertragen. Sie entwickeln sich zu bis zu 30 cm langen Würmern, die in den Blutgefässen schwimmen und sich dort vermehren. Tötet man diese Würmer ab, kann  der Hund einen anaphylaktischen Schock bekommen. Die Prognose ist ab einem gewissen Stadium schlecht! Die meisten Hunde sterben an den Herzwürmern. Da die Erkrankung in unseren Breitengraden nicht sehr häufig ist, gibt es auch nur wenige Ärzte, die sich mit den Herzwürmern gut auskennen, für die die Behandlung Routine ist.

Maura kam nun also nach 3 Tagen stationärer Behandlung inkl. Bluttransfusion wieder nach Hause. Sie war zwar geschwächt, machte aber einen guten Eindruck.

Zwei Tage später blutete Maura wieder stark aus der Nase!

Meine Kundin fuhr mit wehenden Fahnen wieder zum Tierarzt! Dieser kontaktierte  sofort den behandelnden Tierarzt der Tierklinik und beriet sich eingehend mit diesem. Gemeinsam kamen sie dann zu dem Schluß, dass es für das Tier das Beste sei, erlöst zu werden.

Meine Kundin ist am Boden zerstört.

Die ganze Zeit stand sie mit der Tierschutzorganisation in Kontakt, hat um Hilfe gebeten. Hat nach Ärzten in der Nähe gefragt, die sich mit dem Krankheitsbild auskennen! Als Information bekam sie den Namen eines Professors!, der in München! an Herzwürmern forscht!

Als meine Kundin nun den Damen der Tierschutzorganisation mitteilte, dass sie Maura einschläfern lassen mussten, haben sie meiner Kundin auch noch Vorwürfe gemacht, sie hätte zu früh aufgegeben! Sie hätten in Heidelberg! eine Ärztin, die hätte den Hund kostenlos! behandelt! Sie hätte also den stark blutenden Hund von Neuss nach Heidelberg bringen sollen! Auf eigene Kosten! Ganz davon abgesehen, das die Tierarztkosten sowieso schon im 4-stelligen Bereich lagen, – wie soll das gehen?!?

Hätte diese Ärztin nicht auch einen Test auf Mittelmeerkrankheit und auf Parasiten machen können?!?! und nicht erst ihre Hilfe anbieten, wenn das Tier erkrankt ist?

Dem Hund, meiner Kundin und ihrer Familie wäre viel Leid erspart geblieben, wenn man von der Erkrankung gewußt hätte!

Vielleicht würde Maura noch leben, wenn man die Herzwürmer rechtzeitig erkannt hätte!

Ich bin sauer und fassungslos, dass sich die Damen des Tierschutzvereins aus der Verantwortung ziehen und weiterhin ungetestete Tiere vermitteln! Sie hatten sogar meiner Kundin einen weiteren Hund angeboten, bei dem sie dann den Test auf Mittelmeerkrankheiten übernehmen würden….

Das ist für mich kein Tierschutz!

Das ist Abzocke!

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