Hund beschäftigen bei schlechtem Wetter

Neulich war wieder mal so ein Tag: Morgens ein Arzttermin, dann Einkaufen und schon rief der Kindergarten an, ich möge doch bitte meine Tochter abholen, sie sei krank. Mist, die Hunde waren noch nicht richtig draußen und mein Mann geschäftlich im Ausland, so dass ich ihn nicht einspannen konnte.

Und es kam, wie es kommen musste: Ein heulendes, fieberndes Kind auf der Couch, 2 hysterische und total unausgelastete Hunde tobend im Wohnzimmer, im Hintergrund dudelt KIKA und draußen regnet es in Strömen! – Ein Horrorszenario!

Ich gebe zu, da hilft nicht mehr viel. Ich bin an diesem Tag mit einer riesen Tüte Leckerchen immer mal wieder in den Garten gewandert und habe diese entweder großflächig verstreut oder gezielt versteckt, so dass die beiden Schnappmäuler wenigstens mit Suchen beschäftigt waren. Suchen und Schnüffeln strengt an und powert auch aus.

Nicht jeder hat einen großen Garten, aber auch in einer Wohnung kann man den Hund beschäftigen. Da nun ja wieder die verregnete und üsselige Zeit beginnt, und man vielleicht nicht immer so große Lust auf ellenlange Spaziergänge in der Dämmerung oder Dunkelheit und / oder Regen hat, sollte man sich ein paar Gedanken machen, wie man den Hund sinnvoll und den räumlichen Gegebenheiten entsprechend beschäftige2014-10-23 15.35.21n kann.

Es gibt inzwischen die unterschiedlichsten „Brettspiele“, meist aus Holz. Hier wird ein Leckerchen in einer verschließbaren Mulde oder unter einem Hütchen versteckt. Der Hund muss suchen und den Trick herausbekommen, wie er an das Leckerchen kommt. Das sind gute Denksportaufgaben und lasten den Hund geistig einige Zeit aus. Allerdings werden diese Spielzeuge irgendwann langweilig oder das Holz wird einfach zerkaut.

Auch mi2014-10-23 15.37.36t weniger Aufwand kann man den Hund beschäftigen:

Hütchenspiele sind sehr beliebt und auch leicht durchzuführen. Unter einem Becher wird ein Leckerchen versteckt. Der Hund muss herausfinden, unter welchem Becher es liegt. Man beginnt mit nur einem Becher, bis der Hund das Prinzip verstanden hat und kann dann mit der Anzahl der Becher auch den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Allerdings muss man darauf achten, dass alle Beteiligten ruhig bleiben. Das ist besonders schwierig, wenn man versucht Kinder mit einzubeziehen. Dann kann daraus auch mal eine lustige Becherschlacht werden…

Auch das Verstecken von Leckerchen im Zimmer hat sich bewährt. Für viele Hunde ist es schon eine Herausforderung ruhig vor der Tür zu warten, bis sie hereingebeten werden. Besonders effektiv ist es, wenn das Beutestück etwas ist, an dem man lange kauen bzw. arbeiten kann, z. B. Knochen, Rinderohren, Ochsenziemer, Kehlkopf etc.

In der kalten Jahreszeit ist bei uns besonders das Erlernen von Tricks beliebt. Meist arbeite ich mit dem Klicker, auf den die Hunde zuvor positiv konditioniert wurden. In kleinen Schritten kann man so dem Hund je nach eigenem Ehrgeiz und der Bereitschaft des Hundes mitzuarbeiten, einfache Tricks wie „Pfote geben“, „Slalom durch die Beine gehen“, aber auch Komplexeres wie „Spielsachen aufräumen“, „ins Bett gehen und sich zudecken“ und so weiter beibringen. Allerdings muss man darauf achten, den Hund nicht zu überfordern und den Klicker im richtigen Moment einzusetzen.

Für Anregungen, wie sie ihren Hund beschäftigen können, sprechen Sie mich einfach an. Wir werden schon gemeinsam einen Weg finden, ihren Hund artgerecht und mit Spaß durch die dunkle und verregnete Jahreszeit zu bringen.

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